Assistenzsysteme zum sicheren und zuverlässigen Verrichten typischer Aufgaben im Tiefbau und im kommunalen Bereich

Seit einigen Jahren wird von den Nutzfahrzeug-Herstellern untersucht, wie durch Automatisierung neue Einsatzgebiete erschlossen und die Effizienz gesteigert werden kann. Dies trifft insbesondere auf die Bauwirtschaft und den kommunalen Bereich zu. Aktuelle Nutzfahrzeuge bieten dort nur noch wenig Innovationspotential für rein mechanische Verbesserungen.
Die Hersteller solcher Maschinen gehen davon aus, dass ein deutlich größerer Innovationshub zukünftig nur durch intelligente Assistenzfunktionen erzielt wird. Die Basis hierfür bilden Konzepte, die die Sicherheit für Menschen im Umfeld der Maschinen aber auch für die Maschine selbst deutlich erhöhen. Wesentliches Ziel ist die Erhöhung der Autonomie der Maschine, indem sie erkennen kann, ob sich Personen in einen vorgegebenen Arbeitsraum befinden oder sie diesen verlässt oder ob durch eine bestimmte Bewegung ein Umkippen verursacht werden kann, so dass entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Umsetzung scheitert bisher daran, dass geltende Sicherheitsstandards nicht erreicht werden. Insbesondere fehlen Verfahren zur Umwelterkennung, um ein sicheres und zuverlässiges Arbeiten in hochdynamischen Umgebungen zu garantieren.

Das Projekt hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Assistenzsystem sowohl zur Erhöhung der Betriebssicherheit als auch zur Effizienzsteigerung typischer Arbeitsprozesse zu entwickeln.
Schwerpunkt der Arbeiten ist die Untersuchung verschiedener Sensorsysteme und robuster Verfahren zur Umwelterkennung, zur Lokalisation und zur adaptiven Steuerung der Maschine. Die größte Herausforderung bei der Realisierung eines solchen Assistenzsystems stellt die Einsatzumgebung dar, die durch Umwelteinflüsse wie Staub, Niederschlag und wechselnde Beleuchtungsbedingungen gekennzeichnet ist.
Als Beispielanwendung sollen ein Mobilbagger und ein kommunales Testfahrzeug untersucht werden. Hierzu arbeitet das Projektkonsortium aus drei KMU und der TU Kaiserslautern eng mit dem Endanwender Volvo CE Deutschland zusammen, um die Ergebnisse in der Praxis demonstrieren zu können.

Projektpartner:

Robot Makers: www.robotmakers.de
Motec: www.motec-cameras.com
AndroTec: www.androtec.de
Technische Universität Kaiserslautern, Arbeitsgruppe Robotersysteme: agrosy.informatik.uni-kl.de
Volvo CE (Associated Partner): www.volvoce.com

Published on  May 22nd, 2014