Outdoor-Roboter

Einer der Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls Robotersysteme ist autonome Offroad-Robotik von landwirtschaftlichen Robotern bis zu Baumaschinen und Rettungsfahrzeugen unterschiedlicher Größen. Die Forschung umfasst Sensorverarbeitung, Lokalisierung, Pfadplanung und Navigation in schwierigem Außengelände. Ein Beispiel für die Forschungsaktivitäten ist der Offroad-Roboter RAVON, der  von vier Elektromotoren angetrieben wird und entwickelt wurde, um die autonome Navigation in bewaldetem Gelände zu testen.


Ein weiteres Beispiel befasst sich mit der Modellierung und semi-autonomen Steuerung eines mobilen Baggers, wobei es das Ziel ist, den Bediener eines Löffelbaggers durch die autonome Ausführung komplexer Unteraufgaben zu assistieren.

Darüber hinaus arbeitet die Gruppe an Erkennungsalgorithmen für Nutzfahrzeuge, wie z.B. Hinderniserkennung für einen halbautonomen Traktor oder die Erkennung von Menschen neben einem Müllsammelfahrzeug.

In diesem Zusammenhang wird auch an der Automatisierung von weiteren Baumaschinen, wie Straßenwalzen und Mehrzweckfahrzeugen, wie dem Unimog U5023 geforscht.

Es ist erwähnenswert, dass die Gruppe ein führender Partner des "Zentrums für Nutzfahrzeugtechnologie" ist, das die praktische Anwendung der Forschung und den Wissenstransfer zwischen Universität und Industrie gewährleistet.
Der Lehrstuhl Robotersysteme hat auch erfolgreich an einem großen Projekt namens “Integrated Components for Assisted Rescue and Unmanned Search operations” (ICARUS) teilgenommen, welches Teil des "Seventh Framework Programme" (FP7) der EU war. Zusammen mit 23 anderen Teilnehmern aus 10 Ländern, wurden innerhalb von vier Jahren verschiedene Systeme für robotergestützte Such- und Rettungsmaßnahmen entwickelt und zusammengeführt.

Die Hauptaufgabe des Lehrstuhls Robotersysteme war dabei die Kontrolle von zwei unbemannten Landfahrzeugen (1,2). In diesem Zusammenhang mussten Herausforderungen aus den Bereichen Low-Level-Steuerung, Sensordatenverarbeitung und Navigation gemeistert werden.